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G.A.S-
station

x|y|z: RAUMPROJEKTE 2017 für Bildende Kunst und Neue Medien.

Neben der jährlichen, themenspezifischen, spartenübergreifenden Ausstellungsreihe der G.A.S-station ist die Projektreihe x|y|z: RAUMPROJEKT ein experimentelles Ausstellungsformat in dem Künstler_innen eine thematische Rauminstallation für den großen Ausstellungsraum entwickeln können.

xyz: Raumprojekt 2017, Ulli Klepalski - IF ONLY

Ulli Klepalski
IF ONLY
Vernissage: 9. Juni 2017, 19 Uhr - Performance 20 Uhr
Ausstellung: 10.-30. Juni 2017
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr 14-18 Do 16-20 Uhr

Weitere Verlängerungstermine:
4., 5., 6., 11., 12., 18., 19. sowie 20.7.2017
Öffnungszeiten: jeweils 15-18 Uhr

Packpapier, Wabenkarton, bedrucktes Papier A4, Öl auf Leinwand, Mischtechnik, Dämmflies, Holz, verschiedenste Stifte und Farben, Klebstoff, Papierschnitzel …

Ulli Klepalski nennt ihre Raumintervention ein Sehnsuchtsprojekt, denn das Raumprojekt verhandelt Phantasien, Wünsche und Träume nach Paradiesischem. Inhärent verpaart mit diesen Sehnsüchten ist deren Scheitern, – das harte Aufprallen in der sogenannten Realität –, das zugleich neuer Brennstoff für noch mehr Sichsehnen und Fliehenwollen in eine liebevollere Welt ist und die Süße der Sucht betont. Dabei lässt sich die Künstlerin von verschiedenen literarischen Quellen inspirieren. Man könnte ihre Arbeit fast als eine transponierte Zitatcollage auffassen, diametrale Stimmen, die Klepalski zu der Zusammenstellung der Objekte dieser Raumintervention bewegt haben.

Man betritt einen verzauberten Raum, das x|y|z: Raumprojekt IF ONLY von Ulli Klepalski lässt Innenleben räumlich ausdehnen und szenisch Gestalt annehmen.

Begleitet wird die Installation von einer Soundspur von Lou Reeds Song "How Do You Think It Feels", der im Loop einen Ausschnitt der zweiten Strophe "If only I had a little ...“ wiedergibt. Und einige Blätter liegen verteilt am Boden mit einem Text von Franz Kafka.

Mit einer Performance am Eröffnungstag setzt die Künstlerin ihr Raumprojekt in Szene.

xyz: Raumprojekt 2017, Ulli Klepalski - IF ONLY
xyz: Raumprojekt 2017, Ulli Klepalski - IF ONLY
xyz: Raumprojekt 2017, Ulli Klepalski - IF ONLY
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Harald Köhneke
Haltestelle
Ausstellung: 10.-30. Mai 2017

Haltestelle. Ein Ort, an dem man auf ein Transportmittel wartet, sei es Bus, Straßenbahn oder Zug; ein uns bekannter, wohl definierter Platz, der mit Erwartung und gezwungenem Anhalten verbunden ist. Harald Köhneke übernimmt die äußerliche Form einer typischen Bushaltestelle, entzieht ihr aber ihre Funktion, indem er sie in den Innenraum eines Kunstortes versetzt. Das Bauwerk, welches maßgetreu einer üblichen Haltestelle entspricht, wirkt im Innenraum viel größer und teilt diesen in zwei Hälften. In der Rückwand befindet sich eine Tür, die als Durchgang in die hintere „Haltehemisphäre“ fungiert.

Bei näherer Betrachtung entpuppt sich das Baumaterial als silbrig lackierte Vierkanthölzer und transparente Plastikfolie. Details wie Abstandshalter zu den Rahmen, Dach und Boden unterstreichen die Anmutung der gewohnten Haltestelle.

Warten auf was?

Fasst man die Halte-Stelle weiter, kann man sie auch als Ort, an dem es erlaubt ist anzuhalten, deuten; ein Platz, der eine Spanne Zeit gibt, sich aus dem getriebenen Alltagstun auszuklinken, falls man sich nicht mit anderem Geklicke ablenken möchte.

Maß nehmen zum Anhalten oder Frei-Zeit. Durch den Kunstkontext der üblichen Funktion enthoben, gibt die Installation dem Besucher Gelegenheit zum Anhalten, zur Reflexion, gegebenenfalls sogar in Bezug auf das eigene Leben. Harald Köhneke schafft mit dieser Raumintervention einen meditativ anmutenden Platz, der eine Aufforderung ausspricht.

Dies spiegelt sich auch in der dazugehörigen Installation vor dem Fenster der G.A.S-station wieder. Dieser etwas eigenwillige Halteplatz im öffentlichen Raum weist zwar auch alle Merkmale einer Haltestelle auf, doch ist er merkwürdig gestaucht, in seiner Breite auf nur 120 Zentimeter gequetscht. Doch bietet diese Halte-Stelle für eine Person Platz, Überdachung, die Möglichkeit sich anzulehnen und Schutz. Drinnen auf der Rückwand ist an Stelle des Fahrplans ein Schild angebracht.

"Achtung!!!
Diese Haltestelle dient
ausschließlich als
er-Wartende
Maßnahme!"

xyz: Raumprojekt 2017, Harald Köhneke, Haltestelle

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Veranstaltungstag vom 9. Oktober 2010


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