english
G.A.S-
station

Das 9. internationale, spartenübergreifende und themenspezifische Ausstellungsprojekt 2020.

11 Jahre kunsT und impulS in der G.A.S-station Berlin
+ Zwischen Freiheit und Diktatur | die Wand

+ Zwischen Freiheit und Diktatur | die Wand, G.A.S-station 2019/20

Künstler und Literaten bespielen eine Wand im großen Ausstellungsraum zu dieser Thematik.

G.A.S-station, Matthias Fitz - a beautiful thing 2019

G.A.S-station, Matthias Fitz - a beautiful thing 2019

Matthias Fitz
a beautiful thing, 2019
Videoinstallation, 8:09 loop

Eröffnung: Mi. 2.12.2020, 14 Uhr
Ausstellung: 2.-18.12.2020
Öffnungszeiten: Mi/Do/Fr 14-18 Uhr

Das experimentelle, narrative Video zeigt Donald Trump in einem verfremdeten Setting. Das dokumentarische Filmmaterial eines Auftrittes des Präsidenten der Vereinigten Staaten ist in rhythmische Sequenzen zerlegt und neu zusammengestellt, wobei die Bewegungsabläufe verlangsamt gezeigt werden.
Die Farben grell bunt und das Bild mit verschiedensten Störelementen versehen erzeugen eine spezielle Ästhetik, sodass die aneinander gereihten Sequenzen an expressionistische Momente im Digitalen erinnern. Trump's öffentliche Auftritte sind meist mit einem theatralischen Wirkungspotential gespickt. In a beautiful thing ist der 'Star' Donald Trump in den choralen Gesang eines Rolling Stones Songs (den der Präsident häufig für seine Auftritte verwendete) eingebettet, doch kontrastiert Fitz seinen Auftritt mit philosophischen Inhalten über das Sein und die Vergänglichkeit.
Texte von Rainer Maria Rilke unterfüttern und tragen das visuelle Geschehen, man hört Offstimmen, die Auszügen aus Schriften des 1926 verstorbenen Dichters Rainer Maria Rilke vortragen. Rilke, ein hochsensibler Dichter, besaß die Kunst mit der Sprache in seinen Gedichten und lyrischen Texten sehr fühlbar an emotionale und spirituelle Inhalte heranzukommen.

"Betrachtet man die aktuelle weltpolitische Situation mit etwas Abstand erzeugt dieser Blick das Gefühl einer gewissen Seltsamkeit. Menschen und Dinge befinden sich in Ordnungen und Positionen die befremdlich wirken."

Wissenschaftsschwerpunkt, G.A.S-station 2020

WISSENSCHAFTSschwerpunkt (nur online und im Schaufenster)
5.-21.11.2020

Aufgrund der aktuellen Umstände im Zusammenhang mit dem COVID-19-Virus (Coronavirus) und deren Auswirkungen für uns alle, können leider im Monat November keine Veranstaltungen statt finden. G.A.S-station geht mit seiner Präsentation des Wissenschaftsschwerpunktes online ins digitale bzw. ist er im Schaufenster der G.A.S-station zusätzlich präsent. Die analoge Veranstaltung wird in den Herbst 2021 vertagt. Der Dank richtet sich auch an alle Beteiligten und Mitwirkenden, die dies durch ihre Flexibilität ermöglicht haben.

Wir wünschen alles Gute, bleiben sie gesund.

Mit lieben Grüßen
G.A.S-station-Team
Elisa & Thomas

Wissenschaftsschwerpunkt, G.A.S-station 2020

Einige Beitragende aus der Wissenschaft der 11 Jahre Ausstellungszeit:
Joachim Bauer (Biologische Psychiatrie) | Thomas Bedürftig (Mathematik, Philosophie) | Franco Berardi (Medientheorie) | Reinhold A. Bertlmann (Theoretische Physik, Quantentheorie) | Thomas Born (Kunst-, Medienwissenschaft) | Aida Bosch (Soziologie) | Časlav Brukner (Physik, Grundlagenforschung) | Martin Carrier (Philosophie, Wissenschaftsgeschichte) | Madalina Diaconu (Philosophie) | Hans Diebner (Systemwissenschaft) | Wolf Guenter Thiel (Kunsthistorik) | Franz Embacher (Physik, Mathematik, Didaktik) | Ulrich Frey, Johannes Frey (Philosophie/ Germanistik) | Vittorio Gallese (Neurowissenschaft) | Viktor Gröger (Festkörperphysik) | Heiko Hecht (experimentelle Psychologie) | Anna Elisa Heine (Kunsttherapie) | Brigitte Holzinger (Psychologie) | Verena Kuni (Kunst-, Medien- Kulturwissenschaft) | Karl W. Kratky (Physik Physiologischer Prozesse) | Till Kreutzer (Rechtswissenschaft) | Jean-Luc Lehners (Kosmologie) | Wolfgang Marktl (Medizin) | Otto Neumaier (Philosophie) | Herwig Peterlik (Physik) | Herbert Pietschmann (Wissenschaftsgeschichte, Physik) | Stephan Puchegger (Physik) | Hartmut Rosa (Soziologie) | Carlo Rovelli (Theoretische Physik) | Yvette Sánchez (Kultur- und Literaturwissenschaft) | Nina Samuel (Kunst und Kulturgeschichte) | James A. Shapiro (Microbiology) | Bernhard Weingartner, Stefan Rotter (Theoretische Physik) | Franz-Günter Winkler (Physik).

In der 11 Jahre Ausstellungszeit wurden etliche wissenschaftliche Beiträge zu verschiedenen Themenbereichen gezeigt. Wir sind stolz namhafte WissenschaftlerInnen für die Projekte begeistert zu haben. Sie bereicherten die Ausstellungen mit Vorträgen, Buchbeiträgen, Fachartikeln, Postern, Videos und ausgewählten Texten, die ebenfalls auch für ein Fachpublikum interessant sind.

Einen Rückblick über die Vielfalt der Wissenschaftsbeiträge aus den 11 Jahren Ausstellungszeit gibt Elisa Asenbaum, dabei werden einige Beiträge herausgegriffen und näher beleuchtet. (22 min)

Direktlink des Videos falls das Plugin nicht unterstützt wird.
Alternativ und in größerer Auflösung kann das Video im Youtube-Kanal aufgerufen werden.

Über die Welt der Quantentheorie. Vortrag von Franz Embacher in der GAS-station.

In dem Videovortrag führt Dr. Franz Embacher in die schwer fassbare Welt der Quantentheorie ein, veranschaulicht das Verhalten quantenmechanischer Objekte. An Hand eines anschaulichen Beispiels, dem Elitzur-Vaidmann-Bombentest, wirft er Fragen über die Beschaffenheit der Natur auf, die hoffentlich Kopfzerbrechen bereiten. (45 min)

Direktlink des Videos falls das Plugin nicht unterstützt wird.
Alternativ und in größerer Auflösung kann das Video im Youtube-Kanal aufgerufen werden.

Alternativ kann das Video auf der Website von Franz Embacher angesehen werden wo auch weitere Informationen zum Thema im allgemeinen und dem Vortrag im speziellen bereit liegen.

Dr. Franz Embacher ist theoretischer Physiker an der Universität Wien. Seine vorrangigen Forschungsinteressen liegenauf den Gebieten Kosmologie, Quantentheorie und Quantengravitation sowie bei der Frage, ob die Quantentheoriemodifiziert werden muss, wenn sie auf das Universum als Ganzes angewandt wird. Sein zweites Tätigkeitsfeld ist die Didaktik der naturwissenschaftlichen Fächer, insbesondere der Mathematik und Physik, die Entwicklung neuer Lehr-und Lernformen und die Zusammenarbeit mit LehrerInnen, LehramtsstudentInnen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Er ist eLearning-Beauftragter der Fakultät für Physik an der Universität Wien und Mit-Autor der Web-Plattform www.mathe-online.at. Seit vielen Jahren ist er in der mathematischen Grundausbildung der Lehramtsstudierenden aktiv und Autor des Lehrbuchs "Mathematische Grundlagen für das Lehramtsstudium Physik".

Revisting Evolution in the 21th century. Videovortrag von James A. Shapiro
Revisting Evolution in the 21th century. Videovortrag von James A. Shapiro (engl.)
Revedierende Evolution im 21. Jahrhundert.

Videovortrag auf Vimeo ansehen (engl.)

Prof. James A. Shapiro ist seit 20 Jahren ein führender wissenschaftlicher Kritiker der orthodoxen Evolutionstheorie. "Die Evolution: Ein Blick aus dem 21. Jahrhundert" versucht zu erklären, was uns die Molekularbiologie und die Genomsequenzierung in den letzten 60 Jahren gelehrt haben. Seine Vision hat auch große Auswirkungen auf die Evolutionsberechnung, die Informationswissenschaft und die zunehmende Synthese von physikalischen und biologischen Wissenschaften. Darüber hinaus könnte es durchaus ein Beitrag für Nicht-Biologen sein, ihr Leben und ihre Weltsicht in einer neuen Perspektive zu überdenken. (1 h 38 min)

James A. Shapiro ist Mikrobiologie an der Universität Chicago. Er hat eine überaus lange Forschungslaufbahn hinter sich. Ab 1980 hatte Shapiro eine enge wissenschaftliche und persönliche Freundschaft mit Barbara McClintock bis zu deren Tod im Jahr 1992, von der er sagt, sie habe ihm die Augen geöffnet, um Wissenschaft allgemein und im speziellen die Evolution völlig neu zu überdenken. Shapiro ist seit über 20 Jahren ein führender wissenschaftlicher Kritiker der orthodoxen Evolutionstheorie. In seinem Buchbeitrag Evolution - A view from the 21st Century, 2011 fasst er die Grundzüge seiner Thesen zusammen.

 Österreichische P.E.N.-Club "writers in prison"

LITERATURschwerpunkt
9.-23. Oktober 2020

Auch im Livestream und unserem Youtube-Channel.

Link Livestream 9.10.2020
Fr. 9. Oktober 2020 18:30 Eröffnung des Literaturschwerpunktes
mit Gedichten von “Writers in Prison” an der Wand / P.E.N. Austria

Fensterdichtung, eine poetische Installation von Astrid Nischkauer,
Künst, eine Wandinstallation von Albert Markert.

Der Österreichische P.E.N.-Club virtuell zu Gast in der G.A.S-station
19:00 Elisa Asenbaum spricht einleitende Worte zum Literaturschwerpunkt. Vorstellung der Aktivitäten und Information über „Writers in Prison“ und des Komitees „Literatur grenzenlos“ von Dr. A. Helmuth Niederle, Präsident des Österreichischen P.E.N.-Clubs.

Anschließend Lesung im Livestream von P.E.N.-LiteratInnen:
Susanne Dobesch-Giese, Helmuth Niederle und Kurt F. Svatek.

Sonja Solarte-Orejuela liest und singt aus ihren Gedichten (live in der G.A.S-station).

Link Livestream 10.10.2020
Sa. 10. Oktober 2020 Lyrik, Lesung und Videodoku
19:00 Lyrik / Lesungen in der G.A.S-station:
Mariola Grzyb, Norbert Lange, Georg Leß.

Virtueller Besuch aus Wien von Astrid Nischkauer und Elisa Asenbaum in der G.A.S-station.

20:30 DER AUSGESCHLOSSENE DRITTE von Elisa Asenbaum
Kurzvideo von der literarischen Aufführung mit Matthias Neukirch zum internationalen Tag der Gewaltlosigkeit 2019 von PEN im Presseclub Concordia Wien.

Durch die gleichzeitig begrenzte Anzahl auf 10 BesucherInnen während der Hybridveranstaltung in der G.A.S-station, bitten wir um Sitzplatzvorreservierungen unter: info@2gas-station.net

Weitere Informationen (pdf)

Albert Markert, Künst, 1979-2020

Albert Markert, Künst, 1979-2020

Albert Markert, Künst, 1979-2020
Künst, Albert Markert

Albert Markert
Künst, 1978-2020
Wandinstallation 180x500 cm. Wandzeitung aus ca. 240 Text-Bild-Collagen je 20x28,7 cm
Collagen, Fotos, Zeichnungen, Zeitungsausschnitte, Fundstücke auf Papier, Fotokopien.

Eröffnung: Samstag 26.9.2020, 18 Uhr
Ausstellung: 26.9.-17.10.2020
Öffnungszeiten: Mi./Do./Fr. 14-18 Uhr

Albert Markert beschäftigt sich seit Beginn seines Studiums mit dem Verhältnis von Kunstproduktion und Kunstrezeption, dem Kunstmarkt und dessen künstlich geschaffene Werte.

Seine umfangreiche Wandinstallation Künst umfasst an die 240 Collagen, die über den Zeitraum 1978 bis 2020 entstanden sind. Die Blätter mit ihren ungestüm gemixten Charakter sind aus Zeichnungen, Zeitungsausschnitten, Handschriftliches, Fotos und überarbeitetes Fundmaterial auf Papier collagiert. Eine Menge von Zitaten, original und vom Künstler abgewandelt, persifliert und auch figurelle Zitate, die einen Zeitstempel markieren, sind auf den Arbeiten zu finden. Künst kreist um Kunstproduktion, Kunstdistribution, Kunstkonsumption und Kunstrezeption. Freiheit und Diktion sind dabei die Ankerpunkte.

Kunstfreiheit ist längst zum inhaltsleeren Dogma erstarrt, zu einem tyrannischen Begriff degeneriert, der sich diktatorisch behauptet und zur Rechtfertigung inhaltlicher Belanglosigkeiten dient. Das Maß der Kunstfreiheit dient als Indiz für das Maß der Freiheit in einer Gesellschaft, so Künst.

Gisela Weimann - Die Wand / KONJUGATIONEN / Über das Irren

Gisela Weimann - Die Wand / KONJUGATIONEN / Über das Irren

Gisela Weimann - Die Wand / KONJUGATIONEN / Über das Irren
Die Wand / KONJUGATIONEN / Über das Irren, Gisela Weimann

Gisela Weimann
Die Wand / KONJUGATIONEN / Über das Irren, 2020
Fotos, Texte, Objekte, Videos / Wandbild
500 x 290 cm

Eröffnung: Freitag 7. August 2020 - 18 Uhr
Ausstellung: 7.-28. August 2020
Öffnungszeiten: Mi./Do./Fr. 14-18 Uhr

Gisela Weimann blickt auf ein unermüdliches langjähriges Schaffen zurück. Die Thematik zwischen Freiheit und Diktatur fordert sie zu einer prozessartigen Recherche heraus. Aus persönlichen Erfahrungen, Erkenntnissen anderer, Zitaten, zeitgeschichtlichen Spuren, überarbeiteten Bildmaterialen, Fotos, Zeichnungen, literarischen Texten und Texten aus ihren Tagesbuchnotizen erschafft die Künstlerin eine bebilderte Zeitgeschichtswand, die um das menschliche Herumirren kreist.

"Ich konjugiere das ‚Irren’ durch alle Personen und Fälle, im Indikativ, Konjunktiv, als Imperativ und als Interrogation. Bei dieser linguistischen Vorstudie ist mir noch klarer geworden, dass nicht nur ich, sondern auch du, er/sie/es, wir, ihr, sie, dass alle irren, geirrt haben, irren werden."

Stephanie Hanna zu Thun und Lassen Gegenwartsverstopfung: Das Plastik starrt zurück

Stephanie Hanna zu Thun und Lassen Gegenwartsverstopfung: Das Plastik starrt zurück

Stephanie Hanna zu Thun und Lassen Gegenwartsverstopfung: Das Plastik starrt zurück
Gegenwartsverstopfung: Das Plastik starrt zurück, Stephanie Hanna zu Thun und Lassen

Stephanie Hanna zu Thun und Lassen
Gegenwartsverstopfung: Das Plastik starrt zurück, 2020

Installation 500 x 290 cm, ca. 70 Kisten je 30 x 40 x 12 cm
Assemblagen aus Verpackungsmaterialien und Konsumresten, diverse Kleber

Beginn/Eröffnung: Fr. 5. Juni 2020, 18-20 Uhr
Ausstellung: 5.-27.6.2020
Öffnungszeiten: Mi./Do./Fr. 14-18 Uhr

Stephanie Hanna zu Thun und Lassen Arbeiten beschäftigen sich mit sozialen Umraum und eingebürgerten Gewohnheiten unserer Konsumgesellschaft und deren Machtverhältnissen.

In der Installation Gegenwartsverstopfung: Das Plastik starrt zurück 2020 zur Thematik Freiheit und Diktatur I die Wand pflastert die Künstlerin die Wand mit multifunktionalen Kisten und verwandelt diese zu Schaukästen für an die 70 Assemblagen. Zum Teil finden sich in den Einzelbühnen noch Spuren der Etiketten; verschiedenste Verpackungsmaterialien, Fundobjekte, Teilstücke aus Kunststoff, kleine Objekte aus Plastik sind zu Formen, Figuren umgearbeitet, die wie lebendig mit Augen versehen, einen anstarren. In manchen Kisten sind auch Textelemente und absurd kombinierte Gegenstände zusammengestellt, die mit anspielendem Humor kleine Szenen formen.

Oliver Orthuber, King Oxxo’s Diktatur

Oliver Orthuber, King Oxxo’s Diktatur

Oliver Orthuber, King Oxxo’s Diktatur
King Oxxo´s Diktatur, Oliver Orthuber

Oliver Orthuber
King Oxxo’s Diktatur, 2020
Installation, 264 übermalte Blätter (29.7 x 21 cm)
Papier, Acryl, Video, Sound

Vernissage: Sa. 29.2.2020, 19 Uhr, Performance
Ausstellung: 5.-13.3.2020
Öffnungszeiten: Do. 16-19 Uhr, Fr. 16-20 Uhr, Sa. 17-22 Uhr

Für den King Oxxo Serienzyklus verwendete er die Zeitschrift Page, die als Expertenzeitschrift für Design Code und Business gehandelt wird, als Ausgangsmaterial. Sie bildet sozusagen den Untergrund seiner Übermalungen und wird durch Orthubers Bearbeitung `remixed` und zu andern Inhalten transformiert.

Im Prinzip kann alles, das Macht besitzt etwas zu bestimmen (Person, Gemeinschaft, Sache oder Gesetz etc,), als Form des Diktats gesehen werden. Diese Gratwanderung, die das Thema der Ausschreibung beinhaltet, greift Oliver Orthuber humorvoll auf und unterwirft das Zeitschriftmaterial einem schrillen Transformationsprozess. Die ‚Expertentipps für Design Code und Business‘, die der Macht der Mode, des Marktes und des Geldes unterliegen, werden unter die Herrschaft von King Oxxo gebracht.

Über die mit Botschaften gepflasterte Wand wird zur Eröffnung der Installation ein 'Copy-gesampelter Remix' der Raum- im RaumInstallation mit Sound projiziert, die ganz dem formalen sowie zeitlichen Diktat des Künstlers entspricht.

Harald Köhneke, Grosse Versprechungen, 2019,

Harald Köhneke, Grosse Versprechungen, 2019,

Harald Köhneke, Grosse Versprechungen, 2019,
Grosse Versprechungen, Harald Köhneke

Harald Köhneke
Grosse Versprechungen, 2020
Installation, 300 x 55 x 55 cm
Holz, Packpapier, Seil

Vernissage: Sa. 25.1.2020, 19 Uhr
Ausstellung: 30.1.-7.2.2020
Öffnungszeiten: Do. 16-19 Uhr, Fr. 16-20 Uhr, Sa. 17-22 Uhr

Die Arbeit von Harald Köhneke besteht aus zwei großen Kuben, die von der Wand schwebend in den Raum ragen. Die hölzernen Behältnisse sind in Papier eingewickelt, wie Geschenke, und jeweils mit einer Masche versehen. Köhneke hat für die Umhüllung der Kuben braunes Packpapier und für die Schleife ein blaues Seil als Material gewählt. Von außen sind die Pakete von einander kaum zu unterscheiden, trotzdem erweckt der Künstler die Assoziation, dass eines der Pakete Freiheit und das andere Diktatur symbolisiert. Seine Arbeiten sind meist großformatig angelegt und erinnern an bekannte oder semantisch codierte Objekte, die durch kleine Eingriffe zur Reflexion anregen.

Die puristische formale Umsetzung mitsamt der Betitelung der Arbeit Grosse Versprechungen lassen eingebettet im Rahmen der Thematik Zwischen Freiheit und Diktatur weitläufige Interpretationsmöglichkeiten zu.

Ralf Tekaat, Panikraum, 2019,

Ralf Tekaat, Panikraum, 2019,

Ralf Tekaat, Panikraum, 2019,
Panikraum (Detail), Ralf Tekaat

Ralf Tekaat
Panikraum, 2019
Installation, 500 x 290 cm
Bleistift, Farbstift auf Papier, unterschiedl. Formate

Vernissage: Sa. 07.12.2019, 19 Uhr
Ausstellung: 12.-20.12.2019
Öffnungszeiten: Do. 16-19 Uhr, Fr. 16-20 Uhr, Sa. 17-22 Uhr

Seit einigen Jahren tauchen in Ralf Tekaat's Zeichnungen Objekte auf, die zwischen Flugobjekten, Überwachungskameras, Bunkern und Waffensystemen changieren. Oft ist nicht eindeutig herauszulesen, welche Objekte konkret dargestellt sind. Es sind hybride Mischungen, die verschiedene Assoziationsfelder ansprechen, und so dem Betrachter einen gewissen Interpretationsspielraum freigeben.

Der Titel der zweiten Wandgestaltung des Zyklus + Zwischen Freiheit und Diktatur | die Wand ist Panikraum.

Den Begriff 'Panicroom' hat Ralf Tekaat aus dem Amerikanischen entlehnt, welcher einen Schutzraum bezeichnet. Dieser kann innerhalb einer Wohnung oder auch in einem Bürokomplex liegen, der bei Bedrohung als gesicherter, von außen unzulänglicher, Rückzugsort dient.

Manche seiner Zeichnungen können als Rückzugsorte oder Bunker interpretiert werden. Gleichzeitig erinnern sie aber auch an temporäre Bauten, die man aus Flüchtlingssammelzentren kennt. Der Übergang vom Schutzort zum Gefängnis ist fließend. Andere Zeichnungen sind von den Grenzzäunen dieser Welt inspiriert.

Den beabsichtigten Hinweis setzt der Künstler in den Titel seiner Zeichenserie. Unklar bleibt bei der Bedeutung des Wortes 'Panikraum' jedoch, ob der Panikraum vor Panik schützt oder Panik hervorruft. Je mehr man sich mit Angstszenarien beschäftigt, desto größer wird die Angst im Alltag.

Die Wandinstallation Panikraum deutet auf den Kipppunkt zwischen Einschluss und Ausschluss bezüglich Schutz, Kontrolle und Diktat und Angriff, hin.

Wolfgang Neipl There Is A Wall Between Us, 2019,

Wolfgang Neipl There Is A Wall Between Us, 2019,
Videostills, There´s A Wall Between Us, Wolfgang Neipl

Wolfgang Neipl
There Is A Wall Between Us, 2019,
Videoinstallation, Beamer-Projektion, 15 Min loop
Synthetische, fotorealistische Videoanimation

Vernissage: Sa. 02.11.2019, 19 Uhr
Ausstellung: 7.-15.11.2019
Öffnungszeiten: Do. 16-19 Uhr, Fr. 16-20 Uhr, Sa. 17-24 Uhr

Die Flucht als letzter Ausweg aus Armut oder dem Terror im eigenen Land veranlasst Menschen einen lebensgefährlichen Weg über das Wasser anzutreten. Die große „Freiheit“ vor Augen folgen sie ihren Hoffnungen und Sehnsüchten. Doch die Orte dieser vermeintlichen Freiheit bleiben verschlossen, denn die Verwalter der Orte fürchten um ihren privilegierten Wohlstand und wollen diesen nicht mit anderen teilen.

Mit dieser Thematik beschäftigt sich die erste Wand des Zyklus
+ Zwischen Freiheit und Diktatur | die Wand

Wolfgang Neipl There Is A Wall Between Us, 2019,

Der Künstler Wolfgang Neipl nimmt mit der Videoinstallation There Is A Wall Between Us dazu künstlerisch Stellung.

"Die Tatsache der dramatischen Flüchtlingssituation verlangt von meinem künstlerischen Schaffen eine gesellschaftspolitische Sichtweise. Die Wand zwischen Freiheit und Diktatur ist in meiner Arbeit das Wasser der tobenden See. Darauf treibend, formt ein Buchstabenteppich das Wort „Freiheit“.  In einer Metamorphose verwandelt sich dieser Schriftzug allmählich in seinen scheinbaren Gegenspieler, die „Diktatur“. Das eine führt immer zum anderen zurück und einen Ausweg gibt es in diesem Modell nicht."

Die Träume der Schiffsbrüchigen, symbolisiert der Künstler als Treibgut, das an anwesende Gäste verteilt wird.

Wolfgang Neipl There Is A Wall Between Us, 2019,

Spendenlink für das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos:
https://www.sos-kinderdorf.at/aktuelles/griechenland-situation-in-moria-verschlechtert

11 Jahre kunsT und impulS in der G.A.S-station Berlin

Eröffnung 12. Oktober 2019 um 19 Uhr
Die Projektlinie zwischen Zwicki und Zwacki / Vorstellung der beiden Initiatoren
Elisa Asenbaum und Thomas Maximilian Stuck. Performance.

Ausstellung: 15. Oktober 2019 bis 9. Oktober 2020

+ Zwischen Freiheit und Diktatur | die Wand, G.A.S-station 2019/20

2007 schrieben wir unsere Ideale und Ziele in Form von Intentionen nieder und veröffentlichten diese auf unserer Website. Nun, zwölf Jahre später, wollen wir einen Ein- und Überblick der 11 Jahre Ausstellungszeit und deren Entwicklung geben. Die Publikationen der Werke der über 350 Kunst-, Literatur- und Wissenschaftsbeitragenden werden auf raumfüllenden, großen Objekten präsentiert, wobei sich unsere Publikationen in dreidimensionale Objekte verwandeln werden. Alle Beitragenden dieser 11 Jahre werden im Laufe des Jahres in dieser speziellen Präsentation nochmals gezeigt und auch eingeladen sich bei den Veranstaltungen zu beteiligen und mit uns zu feiern!

11er Objekt, + Zwischen Freiheit und Diktatur | die Wand, G.A.S-station 2019/20

11er Objekt, + Zwischen Freiheit und Diktatur | die Wand, G.A.S-station 2019/20

11er Objekt, + Zwischen Freiheit und Diktatur | die Wand, G.A.S-station 2019/20
Objekt (400x200x150 cm) aus Faltkarton (120x74 cm) mit Katalogblätter

11er Objekt, + Zwischen Freiheit und Diktatur | die Wand, G.A.S-station 2019/20
Faltkarton als Wandobjekt für die Literaturbeiträge noch ohne Katalogblätter

Die bildenden Kunst bildet den Auftakt. Die Beiträge der bildenden Kunst aus den vergangenen 11 Jahren werden an diesem Abend auf einem dreidimensionalen Objekt präsentiert und die Ausstellungskataloge liegen zum Schmökern auf. Im Laufe der Ausstellungszeit werden weitere Objekte zu den einzelnen Schwerpunkten (Video, Literatur und Wissenschaft) gebaut und gezeigt werden.

11er Objekt, + Zwischen Freiheit und Diktatur | die Wand, G.A.S-station 2019/20
Künstler*innenkataloge im Untergeschoss

Wir wollen eine Auseinandersetzung mit den Antipoden Freiheit und Diktatur auch im übertragenem Sinne anregen. Dabei sind nicht nur die politischen Aspekte und die Gratwanderung zwischen Freiheit und diktatorischem Vorgehen sowie auch der Handlungsspielraum in demokratischen Systemen, die der Freiheit der Marktwirtschaft unterliegen, gemeint, sondern auch eine Reflexion über eigene Wünsche zur Diktion und die Anpassung von Denkgewohnheiten und Vorgangsweisen insbesondere im künstlerischen Schaffen an die gegebenen gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen.

Weitere Informationen folgen laufend.

Videocast.logo
Videocast
Veranstaltungstag vom 9. Oktober 2010


Podcast
Führung durch die Ausstellung
Die Perfektheit und das Fehler


Podcast
die Initiatoren der G.A.S-station


Podcast
zur Ausstellung CHAOSextended - The CLOUD Project


Podcast
zur Ausstellungseröffnung CHAOS

Podcast logo
Podcast
zur Ausstellungseröffnung Portrait

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

www.2gas-station.net © 2020