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Wir freuen uns die aktuellen Ausschreibungen und laufende Projekte an dieser Stelle bekannt geben zu können und laden ein sich rege daran zu beteiligen.

Unsere Projektlinie, Korrespondenzlinien zwischen Kunst und Wissenschaft aufzuzeigen, die Gegenüberstellung verschiedener medialer und formaler Ansätze sowie neue Formen der Kunstpräsentation, Vermittlung (Bildung) und Publikation zu entwickeln, hat uns seitdem in verschiedene "thematische Räume" geführt.

Es hat sich für uns als fruchtbar heraus kristallisiert, den inhaltlichen Aspekt statt den formalen in den Mittelpunkt unserer Projekte zu stellen. Jährlich haben wir eine große Ausstellung zu essentiellen, tiefgehenden Fragen zusammengestellt und unter folgenden Themen zusammengefasst.

eMOTION. Bewegung und Emotion (2008-2009)
CHAOS. Das Chaos ist immer und überall. (2009-2010)
Das DING. Objekt und/oder Individuum (2010-2011)
Keine Z E I T. Zeitphänomene. Phänomene der Zeit. (2011-2012)
NICHTS. Nichts ist schöner! (2012-2013)
Die Perfektheit und das Fehler (2013-2014)
Augustina träumt - in progressius (2014-2016)
Schein und Spiegelung, ein Relationspositionsprojekt (2017-2019)
11 Jahre kunsT und impulS in der G.A.S-station Berlin
+ Zwischen Freiheit und Diktatur | die Wand (2019-2020)

Über 380 internationale Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Malerei, Grafik, Fotografie, Musik, Literatur, Tanz, Installation, Video- und Objektkunst sowie Beitragende aus Wissenschaft, Literatur und Medien wurden bisher in der G.A.S-station präsentiert.

Ausschreibungen 2021

Das kommende 10. internationale, themenspezifische und spartenübergreifende
Ausstellungsprojekt 2021.

Die KUNST ist ToT
TANDEM – Literatur und Bildende Kunst im Dialog
und TANDEM – Wissenschaft zum Hören
Positionen aus Kunst, Literatur und Wissenschaft

Eröffnung 28. Mai 2021 (voraussichtlich)

Kaum etwas wurde so häufig totgesagt und hat sich als so langlebig erwiesen wie die Kunst. Kritik, Markt und nicht zuletzt die Künstlerinnen und Künstler haben das Vergehen der Kunst proklamiert, sich von Traditionen abgesetzt und immer wieder Formen der Auferstehung gefeiert. Unsere Gegenwart demonstriert einerseits ein buntes Nebeneinander von Positionen und Formen, die zueinander oft auch im Widerspruch stehen. Andererseits hat die Corona-Pandemie alle vermeintlich vertrauten künstlerischen Präsentationsaspekte und -formen – auch in Zusammenhang von Produktion, Distribution bis hin zur Wahrnehmung – auf den sprichwörtlichen Kopf gestellt. Wir stecken in einem globalen Lockdown, Kunstorte werden geschlossen und nahezu weltweit steht die Kunst in seiner ganzen Vielfalt still. Kunst verlagert sich in den virtuellen Raum. Das Ambiente, der Umraum fällt weg. Gemeinsame Atmosphäre wird zur individuellen Homesphäre. Wir stecken mitten in Umstrukturierungsprozessen, deren zukünftige Bedeutung noch nicht abschätzbar ist. Die Welle ins Virtuelle schwappt. Wird es einen Flashback geben oder sind die gemeinsamen kulturellen Momente passé?

Überdies stehen wir mit der Ausschreibungsthematik in einer immer wiederkehrenden Tradition. Die Künstlerbewegung Dada – ausgehend von Zürich, verkündete in Berlin mit ihrem provokanten Manifest den Tod der damaligen traditionellen Kunst schon vor 100 Jahren. Aber welche Kunst ist tot? Ist sie überhaupt tot zu kriegen? Oder verschieben sich nur die Gewichtungen und wird etwas systemrelevant, weil es tot ist? Und wer oder was und welche Form bestimmen über das Überleben?

Wird der Wert von Kunst weiterhin durch Verkäuflichkeit, Handelswert festgeschrieben und durch Besucherquoten bestimmt?

Übernimmt die Kunst noch mehr soziale, kritische, journalistische Funktionen für Gesellschaft und Umwelt, die die eigentlich Zuständigen nicht imstande sind zu erfüllen?

Fungiert Kunst als Leerstellenfüller?

Wie kehrt Kunst zurück, welche Strategien kommen dafür zum Einsatz?
Oder lebt es sich untot angesichts der Zumutungen von Markt und Aufmerksamkeitsökonomie vielleicht sogar besser, freier?

G.A.S-station, Tankstelle für Kunst und Impuls, Berlin versteht sich als gelebter Raum für disziplinüberschreitende Nachbarschaft. Einerseits wollen wir bei dem Ausstellungsprojekt Die KUNST ist ToT ∞ Bildende Kunst und neue Medien in der G.A.S-station physisch Raum geben. Anderseits möchten wir mit dem neuen Format TANDEM – Literatur und Bildende Kunst im Dialog die bewährte Verbindung zwischen Literatur und Bildender Kunst neu beleben. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Vorträge, Performances und Musikbeiträge als Einzelevent vorzuschlagen.

Zur Auffächerung und Differenzierung dieses Themenkreises wollen wir Beitragende aus Kunst, Wissenschaft und Literatur in unserem 10. internationalen, spartenübergreifenden Ausstellungsprojekt 2021 einladen.

Wir suchen Beiträge zum Thema Die KUNST ist ToT ∞

1. Positionen zu Die Kunst ist ToT ∞

2. Neue Formen in beschränkten Zeiten Kunst ohne Publikum / Kunst für abwesendes Publikum / Kunstgeist / körperlose Kunst

3. Tot – Was ist das für ein Seinszustand? Lebt es sich als (Un-)Toter bequemer?

4. Welchen Stellenwert hat Kunst in unserer Gesellschaft? Reflexion und Utopien über gemeinsamen Umraum / künstlichen Umraum / Kunst und Gesellschaft

Wenn Sie sich für das Ausstellungsprojekt Die KUNST ist ToT ∞ , TANDEM – Literatur und Bildende Kunst im Dialog sowie TANDEM – Wissenschaft zum Hören von G.A.S-station interessieren, sich beteiligen oder ehrenamtlich mitarbeiten wollen, dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge und Anregungen!

Weiters ist ein über das Jahr verteiltes Veranstaltungsprogramm sowie Führungen und Gesprächen angedacht.

Einreichschluss: 28. März 2021 - und ist nun geschlossen!

Wir danken ganz herzlich allen EinreicherInnen und freuen uns über die zahlreichen internationalen Einsendungen ( ca. 51 Bildende Kunst und Neue Medien sowie ca. 25 TANDEM).
Nur vollständige Einreichungen (pdf und entsprechende rtf Dateien) können berücksichtigt werden.

Alle Einsenderinnen werden bis spätestens 25.4. bzw. 10.5.2021 verständigt.

das G.A.S-station-Team
Elisa Asenbaum - Thomas Maximilian Stuck
& Thomas Ballhausen (literarischer Bereich)

Ansprechpartner in Berlin: Thomas STUCK, Fon: 49 (0)30 25 966 036 Mob: 0160 995 78 158
mail: info@2gas-station.net

Ansprechpartnerin in Wien: Elisa ASENBAUM, Fon: 0043 1 533 56 77
mail: elisa@2gas-station.net

Die KUNST ist ToT ∞

TANDEM – Literatur und Bildende Kunst im Dialog

und TANDEM – Wissenschaft zum Hören

Positionen aus Kunst, Literatur und Wissenschaft

Einreichschluss: 28. März 2021

Gesamtes Einreichformular in deutsch als pdf

BegleittextformularDie KUNST ist ToT ∞ in deutsch als rtf Datei

Begleittextformular TANDEM - Literatur und Bildende Kunst im Dialog und TANDEM - Wissenschaft zum Hören in deutsch als rtf Datei

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

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