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Das kommende 10. internationale, themenspezifische und spartenübergreifende
Ausstellungsprojekt 2021.

Die KUNST ist ToT
Bildenden Kunst und den Neuen Medien
TANDEM – Literatur und Bildende Kunst im Dialog

und TANDEM – Wissenschaft zum Hören
Positionen aus Kunst, Literatur und Wissenschaft

Eröffnung 28. Mai 2021 (voraussichtlich)

G.A.S-station, Tankstelle für Kunst und Impuls, Berlin versteht sich als gelebter Raum für disziplinüberschreitende Nachbarschaft. Einerseits wollen wir bei dem Ausstellungsprojekt Die KUNST ist ToT ∞ Bildende Kunst und neue Medien in der G.A.S-station physisch Raum geben. Anderseits möchten wir mit dem neuen Format TANDEM – Literatur und Bildende Kunst im Dialog die bewährte Verbindung zwischen Literatur und Bildender Kunst neu beleben.

Kaum etwas wurde so häufig totgesagt und hat sich als so langlebig erwiesen wie die Kunst. Kritik, Markt und nicht zuletzt die Künstlerinnen und Künstler haben das Vergehen der Kunst proklamiert, sich von Traditionen abgesetzt und immer wieder Formen der Auferstehung gefeiert. Unsere Gegenwart demonstriert einerseits ein buntes Nebeneinander von Positionen und Formen, die zueinander oft auch im Widerspruch stehen. Andererseits hat die Corona-Pandemie alle vermeintlich vertrauten künstlerischen Präsentationsaspekte und -formen – auch in Zusammenhang von Produktion, Distribution bis hin zur Wahrnehmung – auf den sprichwörtlichen Kopf gestellt. Wir stecken in einem globalen Lockdown, Kunstorte werden geschlossen und nahezu weltweit steht die Kunst in seiner ganzen Vielfalt still. Kunst verlagert sich in den virtuellen Raum. Das Ambiente, der Umraum fällt weg. Gemeinsame Atmosphäre wird zur individuellen Homesphäre. Wir stecken mitten in Umstrukturierungsprozessen, deren zukünftige Bedeutung noch nicht abschätzbar ist. Die Welle ins Virtuelle schwappt. Wird es einen Flashback geben oder sind die gemeinsamen kulturellen Momente passé?

Überdies stehen wir mit der Ausschreibungsthematik in einer immer wiederkehrenden Tradition. Die Künstlerbewegung Dada – ausgehend von Zürich, verkündete in Berlin mit ihrem provokanten Manifest den Tod der damaligen traditionellen Kunst schon vor 100 Jahren. Aber welche Kunst ist tot? Ist sie überhaupt tot zu kriegen? Oder verschieben sich nur die Gewichtungen und wird etwas systemrelevant, weil es tot ist? Und wer oder was und welche Form bestimmen über das Überleben?

Weitere Informationen folgen laufend und sind auch auf der aktuellen Ausschreibungsseite zu finden.

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

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